Inhalt
- A WIE ACETYLSALICYLSÄURE (ASS)
- A WIE ALLOPURINOL
- A WIE AMLODIPIN
- A WIE AMOXICILLIN
- A WIE ATORVASTATIN
- B WIE BISACODYL
- B WIE BISOPROLOL
- B WIE BROMHEXIN
- B WIE BUDESONID
- B WIE BUDESONID
- C WIE CANDESARTAN
- C WIE CEFUROXIM
- C WIE CETIRIZIN
- C WIE CLOTRIMAZOL
- C WIE COFFEIN
- D WIE DAPAGLIFLOZIN
- D WIE DESLORATADIN
- D WIE DEXPANTHENOL
- D WIE DICLOFENAC
- D WIE DOXYCYCLIN
- E WIE ECHINACEA
- E WIE EMPAGLIFLOZIN
- E WIE ESOMEPRAZOL
- E WIE EZETIMIB
- F WIE FENTANYL
- F WIE FINASTERID
- F WIE FLUTICASON
- F WIE FOLSÄURE
- F WIE FUROSEMID
- G WIE GABAPENTIN
- G WIE GINKGO
- G WIE GLYCEROL (GLYCERIN)
- G WIE GUAIFENESIN
- H WIE HEPARIN
- H WIE HISTAMIN
- H WIE HYALURONSÄURE
- H WIE HYDROCHLOROTHIAZID (HCT)
- H WIE HYDROCORTISON
- I WIE IBUPROFEN
- I WIE INDAPAMID
- I WIE INSULIN
- I WIE IOD
- I WIE IPRATROPIUMBROMID
- J WIE JANUSKINASE-HEMMER (TOFACITINIB)
- J WIE JOD
- J WIE JOHANNISKRAUT
- J WIE JOJOBAÖL
- K WIE KALIUM
- K WIE KETOCONAZOL
- K WIE KETOPROFEN
- K WIE KOFFEIN
- L WIE L-THYROXIN (LEVOTHYROXIN)
- L WIE LACTOSE
- L WIE LISINOPRIL
- L WIE LORATADIN
- M WIE MAGNESIUM
- M WIE MELATONIN
- M WIE METFORMIN
- M WIE METOPROLOL
- M WIE MIRTAZAPIN
- N WIE NALOXON
- N WIE NAPROXEN
- N WIE NATRIUMCHLORID (NACL)
- N WIE NYSTATIN
- O WIE OFLOXACIN
- O WIE OMEPRAZOL
- O WIE ONDANSETRON
- O WIE OXYMETAZOLIN
- O WIE OXYTOCIN
- P WIE PANTOPRAZOL
- P WIE PARACETAMOL
- P WIE PRAMIPEXOL
- P WIE PREDNISOLON
- P WIE PREGABALIN
- Q WIE QUERCETIN
- Q WIE QUETIAPIN
- Q WIE QUININ
- R WIE RAMIPRIL
- R WIE RETINOL
- R wie Risperidon
- R WIE RIVAROXABAN
- R WIE ROSUVASTATIN
- S WIE SALBUTAMOL
- S WIE SALICYLSÄURE
- S WIE SERTRALIN
- S WIE SPIRONOLACTON
- T WIE TACROLIMUS
- T WIE TESTOSTERON
- T WIE TILIDIN
- T WIE TRAMADOL
- U WIE ULIPRISTALACETAT
- U WIE UREA (HARNSTOFF)
- U WIE URSODEOXYCHOLSÄURE
- V WIE VENLAFAXIN
- V WIE VERAPAMIL
- V WIE VITAMIN D (CHOLECALCIFEROL)
- W WIE WARFARIN
- W WIE WASSERSTOFFPEROXID
- W WIE WEICHMACHER (MACROGOL)
- X WIE XIPAMID
- X WIE XYLIT
- X WIE XYLOMETAZOLIN
- Y WIE YAMSWURZEL-EXTRAKT (DIOSGENIN)
- Y WIE YOHIMBIN
- Y WIE YTTRIUM-90
- Z WIE ZINK
- Z WIE ZOLPIDEM
- Z WIE ZOPICLON
O WIE ONDANSETRON
Kurzdefinition
Ondansetron ist ein stark wirksames Medikament gegen Übelkeit und Erbrechen. Es gehört zur Gruppe der sogenannten 5-HT3-Rezeptorantagonisten und wurde ursprünglich vor allem entwickelt, um Übelkeit und Erbrechen während einer Chemotherapie besser kontrollieren zu können. Heute wird der Wirkstoff auch in anderen medizinischen Situationen eingesetzt.
Was macht Ondansetron im Körper?
Eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Übelkeit und Erbrechen spielt der Botenstoff Serotonin. Besonders nach einer Chemotherapie kann im Magen-Darm-Trakt vermehrt Serotonin freigesetzt werden. Dieses aktiviert bestimmte 5-HT3-Rezeptoren und löst Signale aus, die über Nervenbahnen bis zum Brechzentrum im Gehirn weitergeleitet werden.
Ondansetron blockiert genau diese Rezeptoren. Dadurch wird die Signalkette unterbrochen und der Brechreiz deutlich abgeschwächt.
Das Interessante daran: Ondansetron wirkt nicht beruhigend oder dämpfend wie manche ältere Medikamente gegen Übelkeit. Seine Wirkung richtet sich vergleichsweise gezielt gegen einen bestimmten Mechanismus des Erbrechens.
Typische Einsatzgebiete
Ondansetron wird vor allem zur Vorbeugung und Behandlung von Übelkeit und Erbrechen eingesetzt, die durch eine Chemotherapie oder Strahlentherapie ausgelöst werden. Auch nach Operationen kann es verwendet werden, wenn Übelkeit und Erbrechen auftreten oder ein erhöhtes Risiko dafür besteht.
Je nach Ursache der Beschwerden ist Ondansetron allerdings nicht automatisch das geeignete Mittel gegen jede Form von Übelkeit.
Grenzen, Risiken und Irrtümer
Zu den häufigeren Nebenwirkungen gehören Kopfschmerzen und Verstopfung. Daneben gibt es eine wichtige Besonderheit: Ondansetron kann die elektrische Erregungsleitung des Herzens beeinflussen und das sogenannte QT-Intervall verlängern.
Das ist vor allem bei Patienten relevant, die bereits bestimmte Herzrhythmusstörungen haben, unter Elektrolytstörungen leiden oder gleichzeitig andere Arzneimittel einnehmen, die ebenfalls das QT-Intervall verlängern können.
Ein häufiger Irrtum lautet: Wenn Ondansetron ein sehr wirksames Medikament gegen Erbrechen ist, müsse es auch bei jeder gewöhnlichen Magen-Darm-Erkrankung die beste Wahl sein. Das stimmt nicht. Übelkeit ist ein Symptom mit sehr unterschiedlichen Ursachen – von Infektionen über Migräne und Medikamente bis hin zu Erkrankungen des Verdauungstraktes oder des Nervensystems. Die Behandlung sollte deshalb möglichst zur Ursache passen.
Ondansetron beseitigt zudem nicht die Ursache des Erbrechens. Es blockiert vor allem den Brechreiz.
Apotheker-Einordnung
Ondansetron hat insbesondere die Krebstherapie erheblich verändert. Übelkeit und Erbrechen gehörten früher zu den besonders gefürchteten Nebenwirkungen einer Chemotherapie. Moderne Medikamente gegen Übelkeit haben dazu beigetragen, diese Belastung bei vielen Patienten wesentlich besser kontrollieren zu können.
Gleichzeitig zeigt Ondansetron sehr schön, dass ein hochwirksames Medikament nicht automatisch für jede alltägliche Beschwerde geeignet ist. Bei Übelkeit sollte immer gefragt werden: Woher kommt sie eigentlich?
Besonders wichtig ist außerdem der Blick auf die gesamte Medikation. Wer mehrere Arzneimittel einnimmt, die den Herzrhythmus beeinflussen können, benötigt eine sorgfältige Prüfung möglicher Wechselwirkungen.
Ondansetron ist damit ein hochwirksamer und gezielt einsetzbarer Wirkstoff – aber gerade seine Stärke zeigt, warum eine gute Arzneimitteltherapie mehr bedeutet, als lediglich ein Symptom möglichst schnell auszuschalten.
