L WIE LISINOPRIL
Kurzdefinition
Lisinopril ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der ACE-Hemmer. Er wird vor allem zur Behandlung von Bluthochdruck, Herzschwäche und bestimmten Nierenerkrankungen eingesetzt.
Was macht Lisinopril im Körper?
Lisinopril hemmt das Angiotensin-Converting-Enzym (ACE). Dadurch wird weniger Angiotensin II gebildet – ein Hormon, das Blutgefäße verengt und den Blutdruck erhöht. Die Blutgefäße entspannen sich, der Blutdruck sinkt und das Herz wird entlastet.
Typische Einsatzgebiete
– Bluthochdruck
– Herzinsuffizienz
– Nachbehandlung eines Herzinfarkts
– Schutz der Nieren bei bestimmten Patienten mit Diabetes
Grenzen, Risiken und Irrtümer
Eine der bekanntesten Nebenwirkungen ist ein trockener Reizhusten. Dieser kann auch erst Wochen oder Monate nach Beginn der Therapie auftreten.
Mögliche weitere Nebenwirkungen sind Schwindel, Blutdruckabfall oder erhöhte Kaliumwerte.
Ein häufiger Irrtum: Wenn der Blutdruck wieder normal ist, könne das Medikament abgesetzt werden. In vielen Fällen sind die guten Werte gerade das Ergebnis der regelmäßigen Einnahme.
Apotheker-Einordnung
Lisinopril gehört zu den klassischen Wirkstoffen der Herz-Kreislauf-Medizin. Es ist gut untersucht und wird weltweit millionenfach eingesetzt. Besonders wertvoll ist, dass ACE-Hemmer nicht nur den Blutdruck senken, sondern langfristig auch Herz und Nieren schützen können.