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M WIE MELATONIN

Kurzdefinition
Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das in der Zirbeldrüse des Gehirns gebildet wird. Es steuert maßgeblich den Schlaf-Wach-Rhythmus des Menschen.

Was macht Melatonin im Körper?
Die Produktion von Melatonin steigt bei Dunkelheit an und signalisiert dem Körper, dass es Zeit für Schlaf ist. Licht – insbesondere blaues Licht von Bildschirmen – hemmt dagegen die Melatoninbildung. Das Hormon beeinflusst damit die innere Uhr und hilft, den natürlichen Tagesrhythmus zu stabilisieren.

Typische Einsatzgebiete
– Schlafstörungen mit gestörtem Tag-Nacht-Rhythmus
– Jetlag nach Fernreisen
– Einschlafprobleme bei bestimmten Altersgruppen
– in einigen Fällen bei Schichtarbeit

Grenzen, Risiken und Irrtümer
Melatonin ist kein klassisches Schlafmittel und wirkt nicht bei jeder Form von Schlafstörung.
Ein häufiger Irrtum: Mehr Melatonin führe automatisch zu besserem Schlaf. Entscheidend sind vielmehr Schlafhygiene, Lichtverhältnisse und ein stabiler Tagesrhythmus.

Apotheker-Einordnung
Melatonin kann sinnvoll sein, wenn der Schlafrhythmus aus dem Takt geraten ist. Es ersetzt jedoch keine gesunden Schlafgewohnheiten – regelmäßige Schlafzeiten, wenig Bildschirmlicht am Abend und ausreichend Tageslicht bleiben die wichtigste Grundlage für guten Schlaf.