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WO NIMMT MAN ZUERST AB? WARUM DER KÖRPER FETT NICHT ÜBERALL GLEICHMÄSSIG VERLIERT

Ich habe ein Problem mit meiner Jeans. Eigentlich sogar ein ziemlich erfreuliches Problem, denn sie ist mir inzwischen zu groß geworden. Jedenfalls an bestimmten Stellen. Am Po schlabbert sie mittlerweile so sehr, dass ich mich frage, ob ich versehentlich die Hose von Thomas angezogen habe. Am Bauch dagegen sitzt sie noch immer erstaunlich eng.

Das muss man sich einmal vorstellen: Ich nehme seit einiger Zeit mit Glyck ab, beschäftige mich mit meiner Ernährung, gehe häufiger spazieren und versuche, mein Leben insgesamt gesünder zu gestalten. Die Waage zeigt Veränderungen, manche Kleidungsstücke passen wieder und sogar Menschen in meinem Umfeld haben bemerkt, dass ich Gewicht verloren habe.

Nur mein Körper scheint bei der Verteilung dieser Veränderungen einen ziemlich eigenwilligen Plan zu verfolgen.

Ich hatte mir das irgendwie gleichmäßiger vorgestellt. Ein bisschen weniger Bauch, ein bisschen weniger Hüfte, vielleicht etwas schlankere Oberschenkel. Stattdessen verliere ich offenbar genau dort zuerst an Umfang, wo ich es gar nicht so dringend gebraucht hätte.

Als ich Arlett davon erzählte, musste sie lachen. Anschließend erklärte sie mir, dass ich mit dieser Beobachtung keineswegs allein bin. Viele Menschen stellen während einer Gewichtsabnahme fest, dass sich bestimmte Körperregionen schneller verändern als andere.

Die schlechte Nachricht: Wir können nicht zuverlässig bestimmen, an welchen Stellen unser Körper zuerst Fett abbaut.

Die gute Nachricht: Das bedeutet nicht, dass die Gewichtsabnahme nicht funktioniert.

Warum unser Körper Fett an unterschiedlichen Stellen speichert

Körperfett ist nicht einfach eine gleichmäßig verteilte Schicht, die mit jedem verlorenen Kilogramm überall ein wenig dünner wird. Unser Körper besitzt verschiedene Fettdepots, die sich hinsichtlich ihrer Lage, ihrer Stoffwechselaktivität und ihrer biologischen Funktionen unterscheiden.

Besonders bekannt ist das Unterhautfettgewebe. Es liegt unmittelbar unter der Haut und prägt wesentlich unsere äußere Körperform. Dazu gehören beispielsweise Fettpolster an Bauch, Hüften, Oberschenkeln, Gesäß und Oberarmen.

Daneben gibt es das sogenannte viszerale Fett. Es befindet sich tiefer im Bauchraum und umgibt dort innere Organe.

Diese Unterscheidung ist medizinisch wichtig, denn Fettgewebe ist keineswegs nur ein passiver Energiespeicher. Es produziert verschiedene Botenstoffe, beeinflusst Stoffwechselprozesse und steht in engem Zusammenhang mit der hormonellen Regulation des Körpers.

Insbesondere eine übermäßige Ansammlung von viszeralem Fett ist mit einem erhöhten Risiko für Stoffwechselerkrankungen, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden.

Arlett erklärte mir deshalb, dass die gesundheitliche Bedeutung einer Gewichtsabnahme nicht allein daran gemessen werden sollte, wie deutlich sich bestimmte Körperregionen äußerlich verändern.

Wer beispielsweise Bauchfett im Inneren des Bauchraums reduziert, kann gesundheitlich profitieren, auch wenn der Bauch im Spiegel zunächst weniger verändert aussieht als erhofft.

Das fand ich interessant. Denn bisher hatte ich meinen Bauch hauptsächlich danach beurteilt, wie er in meiner Jeans aussieht.

Dass dort auch Veränderungen stattfinden können, die sich nicht unmittelbar an der Kleidung ablesen lassen, war mir so nicht bewusst.

Warum manche Menschen zuerst im Gesicht abnehmen

Wenn ich mit anderen über das Abnehmen spreche, höre ich immer wieder ähnliche Beobachtungen. Manche Menschen bemerken die ersten Veränderungen im Gesicht. Andere verlieren zunächst an den Armen oder am Oberkörper. Wieder andere stellen fest, dass ihre Hosen lockerer werden, während Oberteile nahezu unverändert passen.

Dahinter stehen mehrere Einflüsse.

Unsere genetische Veranlagung bestimmt wesentlich mit, wo der Körper bevorzugt Fett speichert. Auch Geschlechtshormone, Lebensalter und individuelle Stoffwechselbedingungen beeinflussen die Verteilung des Fettgewebes.

Bei vielen Frauen sammelt sich Unterhautfett bevorzugt im Bereich von Hüften, Gesäß und Oberschenkeln. Bei Männern findet sich häufiger eine stärkere Fettansammlung im Bauchbereich. Allerdings sind das nur typische Muster, keine festen Regeln.

Auch bei Frauen kann sich viel Fett im Bauchraum ansammeln, während Männer ausgeprägte Fettdepots an Hüften und Oberschenkeln besitzen können.

Mit zunehmendem Alter und insbesondere im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen während der Wechseljahre kann sich die Fettverteilung verändern. Bei Frauen nimmt dann häufig der Anteil des Fettgewebes im Bauchbereich zu.

Für mich ist das durchaus relevant. Schließlich bin ich 47 Jahre alt, habe zwei Kinder bekommen und merke, dass mein Körper nicht mehr in jeder Hinsicht genauso reagiert wie mit 25.

Arlett betonte allerdings, dass hormonelle Veränderungen nicht bedeuten, dass eine Gewichtsabnahme ab einem bestimmten Alter unmöglich wird. Sie können die Ausgangsbedingungen verändern, ersetzen aber nicht die grundlegenden Zusammenhänge zwischen Energieaufnahme, Energieverbrauch und Körperzusammensetzung.

Vor allem sollte man nicht jede Veränderung des Körpergewichts automatisch den Hormonen zuschreiben.

Warum Bauchübungen nicht gezielt Bauchfett verschwinden lassen

An dieser Stelle musste ich Arlett natürlich eine Frage stellen, die mich schon länger beschäftigt hatte.

Wenn mein Bauch besonders hartnäckig ist, könnte ich dann nicht einfach mehr Bauchübungen machen?

Das wäre schließlich eine ausgesprochen praktische Lösung. Ein paar zusätzliche Übungen, und der Körper würde endlich verstehen, an welcher Stelle ich gerne etwas verändern möchte.

Leider funktioniert das nicht so einfach.

Die Vorstellung, durch gezieltes Training einer bestimmten Körperregion genau dort Fett abzubauen, wird als lokale Fettverbrennung oder Spot Reduction bezeichnet.

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen insgesamt keine überzeugenden Belege dafür, dass isolierte Übungen zuverlässig zu einer gezielten Verringerung des darüberliegenden Fettgewebes führen.

Wer regelmäßig Bauchübungen macht, trainiert vor allem die entsprechende Muskulatur. Dadurch können Kraft, Stabilität und Muskelentwicklung verbessert werden. Das Fettgewebe am Bauch wird jedoch nicht automatisch bevorzugt abgebaut, nur weil die darunterliegenden Muskeln besonders intensiv arbeiten.

Wenn unser Körper bei einer negativen Energiebilanz gespeicherte Energie mobilisiert, geschieht das über komplexe hormonelle und stoffwechselbezogene Prozesse. Welche Fettdepots dabei in welchem Umfang beteiligt sind, lässt sich nicht durch den Trainingsort allein bestimmen.

Das bedeutet keineswegs, dass Bauchtraining überflüssig wäre.

Eine kräftige Rumpfmuskulatur unterstützt die Körperstabilität und kann im Alltag sowie beim Sport hilfreich sein. Für die Verringerung des Körperfettanteils sind jedoch die gesamte Energiebilanz, regelmäßige körperliche Aktivität und eine langfristig geeignete Ernährung entscheidender.

Ich muss also akzeptieren, dass hundert zusätzliche Sit-ups meinem Bauch keine besondere Anweisung zur Fettverbrennung übermitteln.

Schade eigentlich.

Warum die Waage nicht zeigt, wo wir abnehmen

Eine weitere Erkenntnis aus meinem Gespräch mit Arlett betrifft die Waage.

Sie zeigt mein Körpergewicht an. Mehr nicht.

Natürlich kann ich daran erkennen, ob mein Gewicht über einen längeren Zeitraum steigt, sinkt oder ungefähr gleich bleibt. Aber die Zahl verrät mir nicht, aus welchen Bestandteilen sich eine Veränderung zusammensetzt.

Unser Körpergewicht umfasst unter anderem Fettgewebe, Muskulatur, Wasser, Knochen und den Inhalt des Verdauungstrakts.

Gerade zu Beginn einer Ernährungsumstellung können Veränderungen des Wasserhaushalts einen erheblichen Einfluss auf das Gewicht haben. Werden beispielsweise die Kohlenhydratspeicher des Körpers teilweise geleert, verändert sich auch die daran gebundene Wassermenge.

Deshalb bedeutet ein schneller Gewichtsverlust in den ersten Tagen nicht automatisch, dass in gleichem Umfang Körperfett abgebaut wurde.

Umgekehrt kann eine vorübergehende Gewichtszunahme durch Wassereinlagerungen entstehen, ohne dass sich das Körperfett entsprechend erhöht hat.

Für mich ist das inzwischen eine wichtige Unterscheidung.

Wenn meine Jeans am Po lockerer wird, zeigt mir das eine körperliche Veränderung, die ich an der Waage allein nicht erkennen könnte.

Allerdings ist auch die Kleidung kein exaktes Messinstrument. Unterschiedliche Schnitte, Stoffe und sogar Veränderungen durch häufiges Tragen oder Waschen können beeinflussen, wie eine Hose sitzt.

Wer seine Körperzusammensetzung genauer beurteilen möchte, kann beispielsweise den Taillenumfang ergänzend beobachten. Auch Verfahren zur Körperzusammensetzungsanalyse kommen infrage, wobei ihre Ergebnisse je nach Methode und Messbedingungen unterschiedlich genau ausfallen können.

Gerade einfache Körperfettwaagen, die mit bioelektrischer Impedanz arbeiten, reagieren unter anderem auf den Flüssigkeitshaushalt. Ihre Ergebnisse sollten deshalb nicht als millimetergenaue Darstellung der tatsächlichen Fettverteilung verstanden werden.

Warum Muskelmasse beim Abnehmen so wichtig ist

Während ich mich über meine lockerer werdende Jeans beschwerte, brachte Arlett noch einen weiteren Punkt ins Gespräch: die Muskulatur.

Denn wenn wir Gewicht verlieren, verlieren wir nicht zwangsläufig ausschließlich Fett.

Abhängig von der Ernährung, dem Ausmaß des Energiedefizits, der körperlichen Aktivität und individuellen Voraussetzungen kann auch fettfreie Körpermasse abnehmen.

Dazu gehört unter anderem Muskelmasse.

Das ist aus gesundheitlicher Sicht relevant, weil unsere Muskulatur zahlreiche Aufgaben erfüllt. Sie ermöglicht Bewegung, unterstützt die Stabilität des Körpers und spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel.

Gerade mit zunehmendem Alter wird der Erhalt der Muskulatur wichtiger, weil die Muskelmasse und Muskelkraft im Laufe des Lebens abnehmen können.

Arlett empfiehlt deshalb, bei einer geplanten Gewichtsreduktion nicht ausschließlich auf möglichst niedrige Zahlen auf der Waage hinzuarbeiten.

Regelmäßiges Krafttraining und eine bedarfsgerechte Eiweißzufuhr können dazu beitragen, Muskelmasse während des Abnehmens zu erhalten. Ergänzend unterstützt Ausdauerbewegung die Herz-Kreislauf-Gesundheit und den gesamten Energieverbrauch.

Wie intensiv trainiert werden sollte und welche Eiweißmenge geeignet ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören unter anderem Alter, Gesundheitszustand, körperliche Leistungsfähigkeit und mögliche Vorerkrankungen.

Menschen mit bestimmten Erkrankungen sollten entsprechende Empfehlungen individuell abstimmen lassen.

Für mich bedeutet das vor allem, dass ich meinen Erfolg nicht ausschließlich daran messen möchte, wie viel weniger ich wiege.

Wenn ich mich kräftiger fühle, leichter Treppen steigen kann und meine körperliche Leistungsfähigkeit erhalte oder verbessere, ist das ebenfalls ein Fortschritt.

Selbst dann, wenn mein Bauch noch nicht ganz so aussieht, wie ich es mir vorgestellt hatte.

Kann man beeinflussen, wo das Fett zuerst verschwindet?

Diese Frage begegnet uns nicht nur beim Sport, sondern auch bei zahlreichen Produkten, die eine gezielte Fettverbrennung versprechen.

Im Internet werden Cremes, Nahrungsergänzungsmittel, spezielle Trainingsprogramme und vermeintliche Stoffwechsel-Booster beworben, die angeblich ganz bestimmte Problemzonen verschwinden lassen sollen.

Gerade der Bauch steht dabei häufig im Mittelpunkt.

Arlett betrachtet solche Versprechen kritisch.

Für frei verkäufliche Präparate, die gezielt Fett an Bauch, Hüften oder Oberschenkeln abbauen sollen, fehlen überzeugende wissenschaftliche Belege. Auch kosmetische Produkte können die grundlegende Verteilung des Körperfetts nicht einfach nach Wunsch verändern.

Werbung, die eine punktgenaue Fettverbrennung durch einzelne Inhaltsstoffe verspricht, sollte deshalb besonders sorgfältig hinterfragt werden.

Hinzu kommt, dass Nahrungsergänzungsmittel nicht grundsätzlich harmlos sind. Manche Produkte enthalten stimulierende Substanzen oder Inhaltsstoffe, die mit Arzneimitteln wechselwirken können.

Für gesundheitsbezogene Werbeaussagen gelten in der Europäischen Union zudem rechtliche Anforderungen. Bei Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln dürfen entsprechende Aussagen grundsätzlich nur im Rahmen der geltenden Health-Claims-Regeln verwendet werden.

Das bedeutet nicht, dass jede Form der Unterstützung beim Gewichtsmanagement sinnlos wäre.

Entscheidend ist aber, zwischen wissenschaftlich nachvollziehbaren Maßnahmen und unrealistischen Versprechen zu unterscheiden.

Eine langfristig passende Ernährung, regelmäßige Bewegung und der Erhalt der Muskelmasse sind wesentlich sinnvollere Grundlagen als die Hoffnung auf eine Creme, die dem Körper erklärt, an welcher Stelle er als Nächstes Fett verlieren soll.

Warum der Bauch manchmal besonders hartnäckig erscheint

Ich wollte von Arlett natürlich trotzdem wissen, warum ausgerechnet mein Bauch so wenig kooperativ wirkt.

Eine einfache Antwort gibt es darauf nicht.

Zum einen hängt die wahrgenommene Veränderung davon ab, wie viel Fettgewebe an einer bestimmten Stelle ursprünglich vorhanden war. Zum anderen unterscheiden sich die Fettdepots hinsichtlich ihrer biologischen Eigenschaften und ihrer Reaktion auf hormonelle Signale.

Auch die Körperform wird nicht ausschließlich durch Fettgewebe bestimmt. Muskulatur, Körperhaltung, Hautbeschaffenheit und individuelle anatomische Merkmale beeinflussen das äußere Erscheinungsbild.

Nach Schwangerschaften können beispielsweise Veränderungen der Bauchwand und der Haut dazu beitragen, dass sich der Bauch anders darstellt als früher.

Eine Gewichtsabnahme kann solche Veränderungen nicht zwangsläufig vollständig rückgängig machen.

Das ist ein Punkt, den ich persönlich wichtig finde.

Ich habe zwei Kinder bekommen. Mein Körper hat sich dadurch verändert. Warum sollte ich eigentlich erwarten, dass er nach einigen verlorenen Kilogramm wieder genauso aussieht wie vor zwanzig Jahren?

Natürlich darf ich Wünsche haben. Ich darf mich über eine schlankere Taille freuen und daran arbeiten, meine körperliche Fitness zu verbessern.

Aber ich sollte vielleicht nicht jede Abweichung von meinem früheren Körperbild als persönlichen Misserfolg betrachten.

Arlett erinnerte mich außerdem daran, dass sich gesundheitliche Verbesserungen nicht immer im gleichen Tempo zeigen wie äußerlich sichtbare Veränderungen.

Bei Menschen mit Übergewicht kann bereits eine moderate Gewichtsabnahme günstige Auswirkungen auf bestimmte Stoffwechselparameter haben. Wie groß diese Effekte ausfallen, hängt von der individuellen Ausgangssituation ab.

Deshalb sollte die Frage nicht ausschließlich lauten, ob mein Bauch schon flacher geworden ist.

Sondern auch, ob ich mich gesundheitlich in eine gute Richtung bewege.

Warum ich meine Kleidung inzwischen anders betrachte

Seit unserem Gespräch sehe ich meine Jeans mit etwas anderen Augen.

Natürlich wäre es schön, wenn sie überall gleichzeitig lockerer würde. Es wäre auch praktisch, wenn ich meinem Körper eine Liste geben könnte, auf der genau steht, welche Stellen er zuerst verändern soll.

Aber offenbar interessiert ihn diese Liste nicht besonders.

Stattdessen versucht mein Körper, sich an eine veränderte Energiezufuhr, mehr Bewegung und neue Gewohnheiten anzupassen. Wie sich das äußerlich zeigt, hängt von vielen Faktoren ab, die ich nicht vollständig kontrollieren kann.

Was ich beeinflussen kann, ist mein Verhalten.

Ich kann darauf achten, dass meine Ernährung langfristig zu mir passt. Ich kann mich regelmäßig bewegen, meine Muskulatur trainieren und vermeiden, durch übertriebene Einschränkungen unnötige gesundheitliche Risiken einzugehen.

Ich kann außerdem lernen, Fortschritte nicht ausschließlich an einzelnen Körperstellen festzumachen.

Das klingt vielleicht weniger spektakulär als die Versprechen vieler Abnehmprogramme.

Aber es ist ehrlicher.

Glyck hat mir geholfen, meiner Ernährung eine neue Struktur zu geben. Arlett hilft mir dabei, die Veränderungen meines Körpers besser zu verstehen. Den Rest muss ich manchmal einfach akzeptieren.

Auch wenn mein Bauch dabei gelegentlich etwas länger braucht als mein Po.

Mein Körper hat offenbar seinen eigenen Plan

Gestern habe ich die Jeans wieder angezogen.

Sie saß am Po noch immer zu locker. Am Bauch hätte sie gerne etwas großzügiger sein dürfen. Und als ich mich vor dem Spiegel betrachtete, musste ich plötzlich lachen.

Vielleicht ist das einfach die nächste Lektion auf meinem Weg.

Ich kann entscheiden, dass ich abnehmen möchte. Ich kann meine Ernährung verändern, mich mehr bewegen und etwas für meine Gesundheit tun.

Aber ich kann meinem Körper nicht vorschreiben, in welcher Reihenfolge er sich verändern soll.

Das ist manchmal ärgerlich.

Andererseits wäre es vermutlich auch ziemlich anstrengend, wenn ich neben meinem Alltag, meiner Familie und meiner Ernährung jetzt noch die vollständige Organisation meiner Fettdepots übernehmen müsste.

Vielleicht darf mein Körper diesen Teil tatsächlich selbst erledigen.

Ich werde mich jedenfalls weiterhin über meine Fortschritte freuen, auch wenn sie nicht immer dort sichtbar werden, wo ich sie zuerst erwartet hätte.

Und was meine Jeans betrifft, habe ich inzwischen eine pragmatische Entscheidung getroffen.

Ich werde mir eine neue kaufen.

Diesmal eine, die überall passt.

Denn mein Körper muss nicht perfekt in meine alte Kleidung passen. Meine Kleidung sollte zu meinem Körper passen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Gesundheitsinformation und ersetzt keine individuelle medizinische oder ernährungsmedizinische Beratung. Eine Gewichtsreduktion sollte sich an der persönlichen gesundheitlichen Situation orientieren. Bei bestehenden Erkrankungen, einer geplanten stärkeren Gewichtsabnahme oder Unsicherheiten hinsichtlich Ernährung und körperlicher Aktivität ist eine fachliche Beratung sinnvoll.