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„IHR SEID EUCH BESTIMMT IMMER EINIG.“ – GANZ EHRLICH? NEIN.

Vor ein paar Tagen saßen wir nach einem Termin noch zusammen. Eigentlich wollten wir nur kurz den nächsten Workshop besprechen. Daraus wurde ein Gespräch, das fast zwei Stunden dauerte. Und irgendwann musste ich lachen, weil mir plötzlich etwas klar wurde.

Wir drei schauen auf das Thema Abnehmen völlig unterschiedlich.

Ich hatte immer gedacht, genau das wäre ein Problem.

Heute glaube ich, dass es unsere größte Stärke ist.

Wenn ich mit Arlett spreche, spricht sie fast nie als jemand, der selbst eine Diät ausprobiert hat. Sie denkt als Apothekerin. Sie erklärt mir, warum bestimmte Abläufe im Körper stattfinden, weshalb Heißhunger entstehen kann oder warum ein Kaloriendefizit zwar notwendig ist, aber trotzdem nicht jede Frage beantwortet. Bei ihr geht es selten um schnelle Erfolge. Viel häufiger geht es um Gesundheit und darum, welche Veränderungen dauerhaft sinnvoll sind.

Marco geht an dieselben Themen ganz anders heran.

Er fragt nicht zuerst, warum etwas medizinisch passiert. Er fragt: „Warum schaffen Menschen es nicht, dranzubleiben?“ Das klingt zunächst ähnlich, ist aber etwas völlig anderes. Während Arlett den Körper erklärt, beschäftigt sich Marco mit dem Alltag. Warum greifen wir immer wieder zu Zwischenmahlzeiten? Weshalb halten wir gute Vorsätze oft nur wenige Wochen durch? Warum suchen wir ständig nach der nächsten Diät, statt unser Verhalten zu verändern?

Ich sitze dann meistens zwischen beiden und merke, wie unterschiedlich ihre Blickwinkel sind.

Früher hätte mich das wahrscheinlich verunsichert. Heute finde ich genau das spannend.

Denn ich selbst bringe noch eine dritte Perspektive mit.

Ich bin weder Apothekerin noch Entwicklerin eines Ernährungskonzepts. Ich bin einfach eine Frau, die viele Jahre versucht hat abzunehmen und immer wieder an denselben Stellen gescheitert ist. Deshalb höre ich bei Gesprächen mit Arlett und Marco oft ganz anders zu. Ich frage nach, wenn ich etwas nicht verstehe. Ich widerspreche manchmal. Und ich erzähle offen, wenn sich eine Empfehlung im Alltag für mich einfach nicht gut anfühlt.

Neulich sagte Marco einen Satz, den ich mir sofort notiert habe.

„Wenn ein Konzept nur im Labor funktioniert, aber nicht im echten Leben, dann ist es kein gutes Konzept.“

Arlett nickte sofort und ergänzte, dass genau deshalb Gesundheit und Alltag zusammengehören. Ein theoretisch perfekter Plan bringt wenig, wenn ihn niemand dauerhaft umsetzen kann.

In diesem Moment wurde mir klar, warum ich mich mit Glyck heute so viel stärker identifiziere als noch am Anfang.

Früher dachte ich, Glyck sei ein Produkt.

Heute sehe ich darin eher eine Idee.

Die Idee, dass nachhaltiges Abnehmen nicht an einem einzigen Punkt entscheidet. Nicht an einer Tablette. Nicht an einer Spritze. Nicht an einem Lebensmittel. Sondern an dem Zusammenspiel vieler kleiner Dinge: einer bewussteren Ernährung, ausreichend Trinken, einem echten Kaloriendefizit, Bewegung, neuen Gewohnheiten und Menschen, die einen begleiten.

Glyck ersetzt keine Veränderung.

Aber es kann Teil einer Veränderung sein.

Vielleicht ist genau das der größte Unterschied zu allem, was ich früher ausprobiert habe.

Ich suche heute nicht mehr nach der perfekten Lösung.

Ich versuche, ein Leben aufzubauen, in dem ich sie irgendwann gar nicht mehr brauche.

Und genau deshalb bin ich froh, dass wir uns nicht immer einig sind.

Denn aus drei unterschiedlichen Blickwinkeln entsteht manchmal ein deutlich besseres Konzept als aus einer einzigen Meinung.