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FRIEREN BEIM ABNEHMEN: WARUM UNS NACH EINER GEWICHTSABNAHME PLÖTZLICH SCHNELLER KALT WIRD

Neulich saß ich abends auf dem Sofa, hatte dicke Socken an und zog mir gerade die zweite Decke über die Beine, als mir auffiel, dass ich offenbar ein neues Problem hatte.

Mir war kalt.

Nicht ein bisschen kühl, sondern richtig kalt. Dabei lief die Heizung, draußen war es zwar herbstlich, aber keineswegs eisig, und eigentlich gab es keinen besonderen Grund, warum ich mich in meinem Wohnzimmer wie bei einem Winterspaziergang fühlen sollte.

Früher war das anders. Ich gehörte eher zu den Menschen, die noch einmal das Fenster öffneten, während andere längst nach einem Pullover suchten. Jetzt saß ich da, hielt meine warme Tasse mit beiden Händen fest und fragte mich, ob jemand heimlich die Heizung heruntergedreht hatte.

Natürlich war das nicht passiert.

Dann kam mir ein anderer Gedanke: Könnte das etwas mit meinem Abnehmen zu tun haben?

Seit ich mit Glyck begonnen habe, hat sich einiges verändert. Ich beschäftige mich bewusster mit meiner Ernährung, habe Gewicht verloren und versuche, neue Gewohnheiten dauerhaft in meinen Alltag zu integrieren. Dass sich dabei auch mein Wärmeempfinden verändern könnte, hatte ich allerdings nicht erwartet.

Also fragte ich Arlett.

Ihre Antwort war interessant, weil sie mir zunächst bestätigte, dass ein Zusammenhang durchaus möglich ist. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass man neu auftretendes oder ausgeprägtes Frieren nicht einfach mit einer Diät erklären sollte.

Denn hinter dem Gefühl, ständig zu frieren, können sehr unterschiedliche Ursachen stecken.

Warum unser Körper überhaupt Wärme produziert

Wenn wir an unseren Stoffwechsel denken, geht es meistens um Kalorien, Energieverbrauch und die Frage, warum manche Menschen scheinbar leichter abnehmen als andere. Dabei erfüllt unser Stoffwechsel noch eine andere wichtige Aufgabe: Er trägt dazu bei, unsere Körpertemperatur aufrechtzuerhalten.

Unser Körper produziert fortlaufend Wärme. Das geschieht unter anderem bei Stoffwechselprozessen in den Organen, bei der Arbeit unserer Muskeln und bei der Verarbeitung von Nahrung. Auch die Durchblutung der Haut und die Aktivität des Nervensystems beeinflussen, wie viel Wärme wir an die Umgebung abgeben.

Besonders interessant fand ich, dass unser Körper selbst in Ruhe keineswegs untätig ist. Herz, Gehirn, Leber, Nieren und andere Organe benötigen ständig Energie. Ein Teil dieser Energie wird dabei in Wärme umgewandelt.

Wenn es kalt wird, versucht der Körper, Wärmeverluste zu begrenzen. Die Blutgefäße in der Haut können sich verengen, sodass weniger warmes Blut in oberflächliche Bereiche gelangt. Deshalb werden Hände und Füße bei Kälte häufig zuerst kühl.

Reicht das nicht aus, kann Muskelzittern zusätzliche Wärme erzeugen.

Arlett erklärte mir, dass unser Wärmeempfinden deshalb von verschiedenen Faktoren abhängt. Die Umgebungstemperatur spielt natürlich eine Rolle, ebenso Kleidung, Bewegung, Durchblutung, Körperzusammensetzung und der allgemeine Gesundheitszustand.

Es ist also keineswegs ungewöhnlich, dass zwei Menschen im selben Raum völlig unterschiedlich empfinden, wie warm oder kalt es ist.

Aber warum sollte sich dieses Empfinden ausgerechnet während einer Gewichtsabnahme verändern?

Weniger Körpergewicht kann auch weniger Wärmeproduktion bedeuten

Ein möglicher Zusammenhang liegt in der Veränderung unserer Körpermasse.

Wer Gewicht verliert, benötigt häufig weniger Energie als zuvor. Ein leichterer Körper muss bei vielen Bewegungen weniger Masse bewegen. Auch