„MARCO, WANN BIN ICH EIGENTLICH FERTIG MIT ABNEHMEN?“
Die Frage kam mir irgendwann ziemlich spontan. Wir hatten über meine Fortschritte gesprochen, über Ernährung und darüber, wie sich mein Alltag inzwischen verändert hat. Marco freute sich natürlich, dass es funktioniert, und irgendwann fragte ich ihn: „Sag mal, wann bin ich eigentlich fertig mit Glyck?“
Er schaute mich kurz an.
„Wie meinst du das?“
„Na ja, ich kann doch nicht mein ganzes Leben weiter abnehmen.“
Damit hatte ich ihn wohl...
Denn genau darüber hatten wir bisher erstaunlich wenig gesprochen. Fast alles drehte sich um meinen Weg nach unten. Um Kilos, die verschwinden sollen, um Ernährung, Kaloriendefizit, Hunger und die vielen Gewohnheiten, die ich verändern musste. Aber natürlich kann das nicht immer so weitergehen. Irgendwann muss aus „Ich möchte abnehmen“ etwas völlig Neues werden.
Ich möchte mein Gewicht halten.
Eigentlich klingt das selbstverständlich. Für mich war es das aber überhaupt nicht, denn wenn ich an meine früheren Versuche denke, gab es diese zweite Phase praktisch nie. Ich hatte eine Diät gemacht, Gewicht verloren und irgendwann aufgehört. Danach kam Stück für Stück der alte Alltag zurück – und mit ihm meistens auch das Gewicht.
Deshalb fragte ich Marco diesmal genauer.
Was ist der Plan, wenn ich tatsächlich dort angekommen bin, wo ich hinmöchte?
Marco erklärte mir, dass genau diese Frage für das Glyck-Konzept wichtig sei. Denn das Ziel könne nicht darin bestehen, die Energiezufuhr immer weiter zu reduzieren. Während der Gewichtsabnahme brauche ich ein Kaloriendefizit. Wenn mein Gewicht später stabil bleiben soll, verändert sich zwangsläufig auch das Ziel. Dann geht es nicht mehr darum, möglichst viele Kilos zu verlieren, sondern eine Ernährungsstruktur zu finden, mit der mein neues Gewicht zu meinem normalen Leben passt.
Das klang logisch. Trotzdem wollte ich wissen, was das konkret für Glyck bedeutet.
Und an diesem Punkt wurde unser Gespräch interessanter.
Denn Glyck ist für Marco nicht nur etwas, das man möglichst lange in derselben Form benutzen soll. Das Konzept sieht auch Möglichkeiten für eine flexiblere Anwendung vor; auf der aktuellen Glyck-Seite wird beispielsweise ein 5:2-Modell für die weitere Strukturierung der Ernährung beschrieben.
Das gefiel mir schon deshalb, weil ich nicht von einer dauerhaften „Diätphase“ in die nächste wechseln möchte.
Als ich Arlett später von unserem Gespräch erzählte, bekam ich erwartungsgemäß noch eine zweite Perspektive.
„Das Gewicht zu verlieren ist nur der erste Erfolg“, meinte sie. „Der viel interessantere Erfolg ist, was danach passiert.“
Und genau da musste ich wieder an meine früheren Versuche denken.
Ich konnte durchaus abnehmen. Das war gar nicht mein größtes Problem. Mein Problem war, dass ich irgendwann glaubte, fertig zu sein. Ziel erreicht, Diät beendet, zurück zum normalen Leben.
Nur war mein „normales Leben“ eben genau das Leben, in dem ich vorher zugenommen hatte.
Das klingt heute so offensichtlich, dass ich mich frage, warum ich es früher nicht gesehen habe.
Arlett erklärte mir auch, dass Gewichtserhaltung in der Medizin inzwischen keineswegs als belangloses Nachspiel betrachtet wird. Gerade bei Übergewicht und Adipositas wird langfristiges Gewichtsmanagement als dauerhafte Aufgabe verstanden. Selbst bei modernen medikamentösen Behandlungen wird inzwischen ausdrücklich betont, dass Ernährung, Bewegung und Verhaltensänderungen Teil eines umfassenden Ansatzes bleiben.
Damit bekam mein Gespräch mit Marco plötzlich eine ganz andere Bedeutung.
Vielleicht muss ich aufhören, meinen Weg als Strecke mit einer Ziellinie zu betrachten.
Natürlich habe ich ein Wunschgewicht. Natürlich möchte ich irgendwann auf die Waage steigen und sagen können: Da wollte ich hin.
Aber danach kommt kein Abspann.
Danach kommt Dienstag.
Dann kommt der Geburtstag meiner Freundin, Weihnachten, Urlaub, ein stressiger Arbeitstag und irgendwann wieder ein Abend, an dem Pizza einfach besser klingt als Gemüse.
Genau deshalb muss ich heute schon lernen, wie mein Leben später aussehen soll.
Glyck hat mir beim Abnehmen geholfen, meinem Tag eine andere Struktur zu geben. Ich habe meine Ernährung verändert, Zwischenmahlzeiten anders betrachtet und gelernt, dass ein echtes Kaloriendefizit die Voraussetzung dafür ist, Gewicht zu verlieren. Das Glyck-Konzept selbst verbindet das Konzentrat ebenfalls mit einer entsprechend strukturierten Ernährung; das Produkt liefert dabei unter anderem Glycerin sowie Vitamine und Mineralstoffe.
Aber irgendwann muss aus dieser Abnehmstruktur eine Erhaltungsstruktur werden.
Und vielleicht wird genau das die nächste spannende Phase meiner Geschichte.
Nicht mehr:
Wie viel kann Nicole noch abnehmen?
Sondern:
Kann Nicole das, was sie gelernt hat, tatsächlich behalten?
Ich glaube inzwischen, dass das die wesentlich schwierigere Frage ist.
Und als ich Marco am Ende unseres Gesprächs noch einmal fragte, wann ich denn nun „fertig“ sei, mussten wir beide lachen.
Vielleicht lautet die Antwort nämlich:
Mit dem Abnehmen irgendwann.
Mit dem neuen Leben hoffentlich nie.