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Tag 10: Der erste Tag zurück mit Glyck

Heute war der erste Tag, an dem ich wieder bewusst mit Glyck gestartet bin.

Nach den letzten Tagen war die Entscheidung ziemlich klar. Die Struktur beim Essen hat funktioniert, das habe ich gemerkt. Aber gleichzeitig sind diese unruhigen Phasen zurückgekommen. Vor allem am Nachmittag.

Nicht unbedingt Hunger im klassischen Sinn. Eher dieses Gefühl, dass man jetzt irgendwas braucht.

Heute war das anders:  Ich habe morgens mein Glyck fertig gemacht, wie ich es vorher auch gemacht habe. Verdünnt, über den Tag verteilt. Kein großes Nachdenken.

Und schon am Vormittag habe ich gemerkt, dass sich etwas verändert. Der Tag läuft gleichmäßiger. Das klingt erstmal unspektakulär, aber genau das macht den Unterschied. Der Nachmittag war für mich immer die schwierigste Phase. Genau da kippt es oft. Man wird unruhig, greift schneller zu etwas und hinterher merkt man, dass es eigentlich gar nicht nötig war.

Heute ist das ausgeblieben. Ich habe Arlett dazu geschrieben, relativ nüchtern (ich mag es einfach!): „Es ist direkt ruhiger.“

Ihre Antwort kam kurz danach (ich mag es noch mehr): „Dann hast du deine Antwort.“ 15 Smileys dahinter. ich musste innerlich laut lachen!

Ich habe noch nachgehakt: „Also brauche ich es doch?“

Sie hat nur geschrieben: „Du brauchst das, was dir Stabilität gibt. Dein Körper - vor allem dein Gehirn braucht es. Letzendlich beweisst dein Heißhunger, dass es nicht ohne geht.“ - Das war kein großes Gespräch, aber es hat gereicht.

Ich merke gerade ziemlich deutlich, dass es nicht um „alles oder nichts“ geht. Nicht darum, ob man etwas komplett ohne schafft oder nicht.

Sondern darum, was im Alltag funktioniert. Heute war kein besonderer Tag. Keine große Veränderung, kein sichtbarer Sprung.

Aber ein stabiler Tag.

Und vielleicht ist genau das der Punkt, den ich vorher unterschätzt habe.