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Tag 3 - Ich bin wieder drin aber noch nicht perfekt

Tag 3 fühlt sich deutlich normaler an als die ersten beiden Tage. Der Start ist vorbei, und es geht jetzt eher darum, wie sich das Ganze im Alltag einfügt.

Heute Morgen bin ich aufgestanden und habe gar nicht groß überlegt. Glas fertig gemacht, Glyck verdünnt, angefangen zu trinken. Das ging fast automatisch. Kein innerer Widerstand, kein großes „Jetzt muss ich aber…“.

Das ist wahrscheinlich der größte Unterschied zu früher. Da war jeder Start irgendwie besonders. Diesmal ist es eher ruhig.

Was aber auch dazugehört: Es ist nicht alles durchgehend gut. Es gibt Momente, da nervt es einfach. Vor allem das viele Trinken. Man sitzt da und denkt sich: „Jetzt schon wieder?“ Und genau in solchen Momenten wäre es früher schnell gekippt.

Interessant ist, dass ich damit nicht alleine bin. Ich habe heute mehrere Nachrichten bekommen, die genau das beschreiben. Dass es anstrengend ist, dass man es vergisst oder dass man einfach keine Lust hat.

Das hat mich ehrlich gesagt beruhigt. Nicht, weil es bei anderen auch schwierig ist, sondern weil es zeigt, dass das ganz normale Phasen sind.

Ich habe Arlett dazu geschrieben, eher nebenbei. Ihre Antwort war kurz: „Du musst nicht perfekt sein. Du musst nur weitermachen.“

Kein langer Text, keine Erklärung. Und genau das hat gereicht.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich früher oft genau an diesem Punkt aufgehört. Nicht, weil es nicht funktioniert hat, sondern weil ich dachte, ich mache es nicht gut genug.

Heute ist das anders. Ich mache es nicht perfekt – aber ich mache es.

Auch im Alltag merkt man langsam kleine Veränderungen. Nicht unbedingt sichtbar, sondern eher im Ablauf. Es gehört dazu. Man denkt weniger darüber nach, plant ein bisschen anders und merkt, dass es sich einspielt.

Und vielleicht ist genau das der entscheidende Punkt: Nicht der perfekte Tag, sondern der ganz normale, an dem man trotzdem weitermacht.