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Tag 6 – Ein Gespräch, das mich nachdenklich gemacht hat

Heute hatte ich ein Gespräch mit einer Freundin, das mir noch länger im Kopf geblieben ist. Wir saßen zusammen, ganz normal, und irgendwann kam das Thema Abnehmen auf. Sie meinte es nicht böse, eher gut gemeint, und sagte irgendwann: „Warum nimmst du eigentlich nicht einfach die Abnehmspritze?“

Ich habe gemerkt, wie sofort innerlich Widerstand hochkam. Nicht, weil ich ihr nicht zuhöre, sondern weil sich das für mich einfach nicht richtig anfühlt. Ich habe ihr gesagt, dass ich Angst vor Nadeln habe. Das allein wäre vielleicht noch überwindbar, aber es ist nicht der Hauptgrund.

Was mich wirklich abschreckt, ist das, was man so hört. Dass viele die Spritze dauerhaft nehmen müssen, weil das Gewicht sonst wieder hochgeht. Dass man sich im Grunde daran bindet. Und genau das will ich nicht. Ich möchte nicht etwas anfangen, von dem ich das Gefühl habe, dass ich es nie wieder loswerde.

Meine Freundin meinte, dass es bei ihr gut funktioniert. Das glaube ich ihr auch. Aber ich habe für mich gemerkt, dass ich meinen Körper nicht in so eine Abhängigkeit bringen möchte. Ich will verstehen, was passiert, und ich will jederzeit entscheiden können, wie es weitergeht.

Als ich später darüber nachgedacht habe, war ich eigentlich ganz ruhig. Glyck fühlt sich für mich weiterhin richtig an. Es ist etwas, das ich bewusst nutze, verdünnt, integriert in meinen Alltag. Nichts Invasives, nichts, wovor ich Respekt oder Angst haben muss.

Arlett hatte mir schon früher gesagt, dass es wichtig ist, einen Weg zu wählen, dem man vertraut. Vielleicht ist das der entscheidende Punkt. Nicht, was andere empfehlen, sondern womit man selbst klarkommt.

Der Rest des Tages lief ganz normal weiter. Trinken, Essen, Alltag. Die Waage habe ich heute bewusst ignoriert. Nicht aus Angst, sondern weil sie heute einfach keine Rolle gespielt hat.

Fazit Tag 6: Gute Ratschläge sind nicht immer die richtigen. Wichtig ist, dass sich der eigene Weg richtig anfühlt.