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Tag 5 – Die ersten 350 Gramm sind weg

 

Heute Morgen bin ich auf die Waage gestiegen, ohne große Erwartungen. Einfach kurz drauf, so wie man es macht, wenn man wissen will, wo man steht. 350 Gramm weniger. Kein riesiger Sprung, kein Moment für Jubel – aber ehrlich gesagt genau das, was ich sehen wollte.

 

Es fühlt sich gut an, weil es ruhig ist. Keine Achterbahnfahrt, kein plötzlicher Absturz. Einfach ein kleines Stück weniger. Und das passt zu den letzten Tagen. Alles läuft kontrolliert, ohne Stress.

 

Der Körper arbeitet weiter leise vor sich hin. Ich trinke viel, bin entsprechend oft unterwegs Richtung Toilette, und habe mich damit arrangiert. Es nervt nicht, es gehört einfach dazu. Kopfschmerzen? Immer noch keine. Das macht den Einstieg deutlich angenehmer als beim ersten Mal.

 

Im Alltag merke ich kleine Dinge. Ich sitze entspannter, habe weniger dieses ständige Gefühl, gleich wieder etwas essen zu müssen. Hunger ist da, aber er ist kalkulierbar. Kein Ziehen, kein inneres Drängeln. Genau so habe ich mir das vorgestellt.

 

Heute habe ich tatsächlich ein Kleidungsstück aus dem Schrank genommen, das zuletzt eher Deko war. Es ging zu. Nicht perfekt, aber ohne Kampf. Ich habe es wieder zurückgehängt, aber mit einem anderen Blick. Es ist jetzt kein „Vielleicht irgendwann“-Teil mehr, sondern eher ein „Bald“.

 

Arlett schrieb mir, dass gerade diese ersten Tage wichtig sind, weil sie zeigen, dass der Körper reagiert. Nicht spektakulär, sondern verlässlich. Und genau das gibt mir Sicherheit.

 

Der Tag selbst war ansonsten ganz normal. Termine, Gespräche, Abendessen. Niemand hat etwas kommentiert, und ich habe nichts erklärt. Ich mag das gerade sehr.

 

Fazit Tag 5: 350 Gramm weniger. Kein großes Ereignis – aber ein gutes Zeichen, dass der Weg stimmt.