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Tag 4 – Wieder drin, schneller als gedacht

Heute hat sich alles erstaunlich vertraut angefühlt. Ich bin aufgestanden und hatte sofort dieses Gefühl: Ach ja, genau so war das. Kein Fremdeln, kein vorsichtiges Abtasten. Der Körper scheint sich erinnert zu haben, was zu tun ist.

Diesmal keine Kopfschmerzen, nichts, was nervt oder bremst. Stattdessen eher das Gegenteil. Ich habe gemerkt, dass mein Körper direkt auf Fettverbrennung umschaltet. Dieses leicht warme Gefühl, diese Ruhe im Hunger – schwer zu erklären, aber ich kenne es inzwischen. Und genau deshalb war ich heute entspannt.

Was auffällt: Ich trinke extrem viel. Wirklich viel. Und entsprechend oft laufe ich zur Toilette. Das ist nicht glamourös, aber realistisch. Der Körper arbeitet, und man merkt es ganz banal an solchen Dingen. Ich nehme es als gutes Zeichen und habe mir einfach angewöhnt, das Glas immer wieder aufzufüllen.

Der Tag selbst war unspektakulär. Haushalt, ein bisschen Arbeit, zwischendurch raus. Keine sportlichen Eskapaden, kein neues „Ich werde jetzt komplett anders“-Gefühl. Ich bin dieselbe Nicole wie letzte Woche – nur strukturierter im Kopf.

Am Nachmittag bin ich online ein bisschen durch das Netz  gescrollt. Nicht aus Frust, eher aus Neugier. Meine Apotheke meinte, dass es jetzt endlich für mein Glyck auch einen Direktbezug gibt. (Darf ich es eigentlich sagen?) Noch nichts bestellt, aber gespeichert. Das reicht fürs Erste.

Arlett schrieb mir, dass der Körper sich oft schneller erinnert als der Kopf. Vielleicht stimmt das. Ich habe heute jedenfalls nicht ständig über Essen nachgedacht. Es war da, aber leise.

Abends lief alles normal. Gemeinsames Essen, Gespräche über Alltägliches. Niemand hat gefragt, wie es läuft – und ich musste nichts erklären. Das fühlt sich gut an.

Fazit Tag 4: Wieder drin. Ohne Anlauf, ohne Nebenwirkungen, einfach im Flow. So darf es gern bleiben.