Tag 2 – Ein ganz normaler Tag, und genau das zählt
Heute war kein Tag, an dem man abends denkt: Den merke ich mir. Ich bin aufgestanden, habe gefrühstückt und kurz überlegt, was ich essen werde, ohne lange Listen zu schreiben oder irgendetwas abzuwiegen. Genau so wollte ich es.
Der Gürtel sitzt weiterhin locker, die Hose geht problemlos zu. Das ist kein neuer Erfolg, aber eine gute Erinnerung daran, warum ich weitermache. Ich habe mir vorgenommen, noch einmal 15 Kilo abzunehmen, und heute fühlte sich das machbar an. Nicht leicht, nicht schwer – einfach realistisch.
Beim Einkaufen habe ich gemerkt, dass ich automatisch anders greife. Mehr Gemüse, weniger Dinge, bei denen ich später denke: „Ach komm, das ist jetzt auch egal.“ Es ist nicht so, dass ich keinen Appetit hätte. Aber der Hunger ist ruhiger, weniger fordernd. Vielleicht, weil ich weiß, dass ich mir nichts verbiete, sondern nur bewusster entscheide.
Zwischendurch habe ich wieder Nachrichten gelesen. Einige schreiben, dass sie das hier jeden Tag verfolgen, ohne selbst schon angefangen zu haben. Andere sind mittendrin und kämpfen. Besonders oft höre ich, dass viele Angst haben, etwas falsch zu machen oder sich zu viel vorzunehmen. Das kenne ich nur zu gut.
Arlett hat mir heute geschrieben, dass man Veränderung oft erst merkt, wenn sie sich unspektakulär anfühlt. Kein Drama, kein ständiges Nachdenken – einfach machen. Das hat mir gefallen. Denn genau so war dieser Tag.
Abends saßen wir zusammen am Tisch, ganz normal. Keine Diskussionen über Essen, keine Kommentare, keine Erwartungen. Und genau das hat sich gut angefühlt.
Fazit Tag 2: Kein besonderer Tag, aber ein ehrlicher. Und davon dürfen gern noch viele kommen.