O WIE OFLOXACIN
Kurzdefinition
Ofloxacin ist ein Antibiotikum aus der Gruppe der Fluorchinolone. Es wird zur Behandlung bakterieller Infektionen eingesetzt und findet sowohl als Tablette als auch als Augen- oder Ohrentropfen Anwendung.
Was macht Ofloxacin im Körper?
Ofloxacin hemmt zwei Enzyme, die Bakterien für ihre Vermehrung benötigen: die DNA-Gyrase und die Topoisomerase IV. Dadurch können sich die Erreger nicht mehr teilen und sterben ab.
Typische Einsatzgebiete
– bakterielle Bindehautentzündung
– bakterielle Entzündungen des äußeren Gehörgangs
– bestimmte Harnwegsinfektionen
– ausgewählte Atemwegs- und Hautinfektionen (heute nur noch eingeschränkt)
Grenzen, Risiken und Irrtümer
Ofloxacin wirkt ausschließlich gegen Bakterien und ist bei Virusinfektionen wirkungslos.
Bei einer Einnahme als Tablette können – wie bei anderen Fluorchinolonen – selten schwerwiegende Nebenwirkungen an Sehnen, Muskeln, Gelenken oder dem Nervensystem auftreten. Deshalb wird der Wirkstoff heute deutlich gezielter eingesetzt als noch vor einigen Jahren.
Ein häufiger Irrtum: Antibiotika der gleichen Gruppe seien immer gleich gut geeignet. Tatsächlich wird heute sehr sorgfältig abgewogen, wann Fluorchinolone überhaupt noch eingesetzt werden sollten.
Apotheker-Einordnung
Ofloxacin ist ein wirksames Antibiotikum mit einem klar definierten Einsatzgebiet. Besonders als Augen- oder Ohrentropfen wird es häufig und erfolgreich eingesetzt. Für die Behandlung mit Tabletten gilt heute jedoch: nur dann, wenn andere Antibiotika nicht geeignet oder nicht ausreichend wirksam sind.