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U WIE UREA (HARNSTOFF)

Kurzdefinition
Urea, auch Harnstoff genannt, ist eine körpereigene Substanz, die beim Eiweißstoffwechsel entsteht. In der Medizin wird sie vor allem in Hautpflege- und Dermatologiepräparaten eingesetzt.

Was macht Urea im Körper?
Urea bindet Wasser sehr effektiv und verbessert dadurch die Feuchtigkeitsversorgung der Haut. Gleichzeitig wirkt sie – je nach Konzentration – keratolytisch, also hornlöslich, und unterstützt die natürliche Hautbarriere.

Typische Einsatzgebiete
– trockene und sehr trockene Haut
– Neurodermitis-Begleitpflege
– Hornhaut, rissige Hautstellen
– unterstützend bei bestimmten Hauterkrankungen

Grenzen, Risiken und Irrtümer
Sehr hohe Konzentrationen können bei empfindlicher Haut brennen oder reizen.
Irrtum: „Chemisch“ bedeute automatisch unnatürlich – tatsächlich produziert der Körper selbst ständig Urea.

Apotheker-Einordnung
Urea ist einer der sinnvollsten dermatologischen Wirkstoffe zur Hautpflege. Entscheidend ist die richtige Konzentration: niedrig zur Feuchtigkeitspflege, höher bei stärkerer Verhornung.