E WIE ECHINACEA
Kurzdefinition
Echinacea ist ein pflanzlicher Wirkstoffkomplex aus dem Purpursonnenhut. Verwendet werden vor allem Extrakte aus Wurzel oder Kraut verschiedener Echinacea-Arten.
Was macht Echinacea im Körper?
Echinacea beeinflusst das Immunsystem, indem es bestimmte Abwehrzellen stimuliert und Entzündungsprozesse moduliert. Die Wirkung ist nicht antiviral im klassischen Sinn, sondern beruht auf einer unspezifischen Aktivierung der Immunantwort.
Typische Einsatzgebiete
– unterstützend bei beginnenden Erkältungen
– zur Verkürzung der Krankheitsdauer (nicht zur Vorbeugung)
– bei häufigen Infekten im Rahmen kurzfristiger Anwendungen
Grenzen, Risiken und Irrtümer
Die Studienlage ist uneinheitlich: Nicht jedes Präparat wirkt gleich, da Zusammensetzung und Extraktionsverfahren stark variieren.
Langzeiteinnahmen werden nicht empfohlen.
Irrtum: Echinacea „stärkt das Immunsystem dauerhaft“. Tatsächlich ist der Einsatz zeitlich begrenzt sinnvoll.
Apotheker-Einordnung
Echinacea kann bei den ersten Erkältungsanzeichen sinnvoll sein – aber nur kurzfristig und in geeigneter Qualität. Als Dauerlösung oder Allheilmittel ist der Wirkstoff ungeeignet.