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MAGNESIUMMANGEL

Kurzdefinition
Magnesium ist ein lebenswichtiger Mineralstoff, der an hunderten Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt ist. Er spielt unter anderem eine wichtige Rolle für Muskeln, Nerven, Herz und Energiestoffwechsel.

Was passiert bei einem Mangel im Körper?
Fehlt Magnesium, können Nerven und Muskeln empfindlicher reagieren. Die normale Signalübertragung zwischen Nervenzellen und Muskulatur wird gestört, was zu verschiedenen Beschwerden führen kann.

Typische Mangelerscheinungen
– Muskelkrämpfe
– Muskelzucken
– Nervosität
– innere Unruhe
– Müdigkeit
– Konzentrationsprobleme
– Kopfschmerzen
– Herzklopfen

Wer besonders gefährdet ist
– ältere Menschen
– Leistungssportler
– Menschen mit starkem Schwitzen
– Personen mit chronischen Darmerkrankungen
– Menschen mit Diabetes mellitus
– Personen, die bestimmte Entwässerungsmedikamente einnehmen

Referenzwerte / Richtwerte
Der tägliche Magnesiumbedarf liegt bei Erwachsenen meist zwischen 300 und 400 mg.

Der Magnesiumspiegel im Blut kann Hinweise liefern, spiegelt jedoch nicht immer die tatsächlichen Magnesiumspeicher des Körpers wider.

Ernährung bei Magnesiummangel
Besonders magnesiumreich sind:

– Nüsse
– Kürbiskerne
– Sonnenblumenkerne
– Vollkornprodukte
– Hülsenfrüchte
– grünes Gemüse
– Mineralwasser mit hohem Magnesiumgehalt

Grenzen, Risiken und Irrtümer
Nicht jeder Muskelkrampf wird durch Magnesiummangel verursacht. Auch Flüssigkeitsmangel, Durchblutungsstörungen, Überlastungen oder andere Erkrankungen können eine Rolle spielen.

Ein häufiger Irrtum:
Wer einen Krampf hat, greift oft sofort zu Magnesium. Tatsächlich hilft Magnesium vor allem dann, wenn tatsächlich ein Mangel oder ein erhöhter Bedarf vorliegt.

Zu hohe Mengen aus Nahrungsergänzungsmitteln können zudem Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Apotheker-Einordnung
Magnesium gehört zu den bekanntesten Nahrungsergänzungsmitteln überhaupt. Gleichzeitig wird seine Wirkung häufig überschätzt. Bei echten Mangelzuständen oder erhöhtem Bedarf kann eine Ergänzung sinnvoll sein. Treten Beschwerden jedoch dauerhaft auf, sollte nicht vorschnell alles auf einen Magnesiummangel geschoben werden. Gerade wiederkehrende Krämpfe oder Herzbeschwerden gehören genauer abgeklärt.