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Kopfschmerzen und Migräne im Winter – warum die kalte Jahreszeit Beschwerden verstärken kann

Viele Betroffene stellen fest, dass Kopfschmerzen und Migräne im Winter zunehmen. Das liegt nicht allein an der Kälte, sondern an einem Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Niedrige Temperaturen führen zu Muskelanspannung, insbesondere im Nacken- und Schulterbereich. Verspannte Muskulatur kann Spannungskopfschmerzen auslösen oder Migräneattacken begünstigen.

Hinzu kommen geringere Bewegung, längere Bildschirmzeiten, veränderte Tageslichtverhältnisse und trockene Raumluft. Flüssigkeitsaufnahme wird im Winter häufig vernachlässigt, was Kopfschmerzen zusätzlich begünstigen kann. Auch Wetterumschwünge mit Luftdruckveränderungen gelten bei vielen Migränepatienten als Trigger.

Spannungskopfschmerzen sind typischerweise beidseitig drückend oder ziehend und verstärken sich bei Belastung meist nicht. Migräne hingegen ist häufig einseitig, pulsierend und geht mit Übelkeit, Licht- oder Geräuschempfindlichkeit einher. Die Unterscheidung ist wichtig, da sich Therapie und Prävention unterscheiden können.

Therapeutisch kommen bei akuten Beschwerden nichtsteroidale Antirheumatika wie Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure sowie Paracetamol infrage. Bei Migräne können spezifische Migränemittel sinnvoll sein. Wichtig ist jedoch, Schmerzmittel nicht an mehr als zehn Tagen pro Monat einzunehmen, um medikamenteninduzierten Kopfschmerz zu vermeiden.

Präventiv helfen regelmäßige Bewegung, Nackenlockerung, Wärmeanwendungen, ausreichendes Trinken, strukturierter Schlaf und Stressmanagement. Auch das Führen eines Kopfschmerztagebuchs kann helfen, individuelle Trigger zu erkennen.

Apotheken bieten Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Präparate, prüfen Wechselwirkungen und beraten zur sicheren Anwendung. Wiederkehrende oder besonders starke Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden.