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Verspannungen und Schmerzen im Winter – Ursachen verstehen und richtig reagieren

Viele Menschen bemerken gerade im Winter eine deutliche Zunahme von Muskelverspannungen, Rückenbeschwerden oder Gelenkschmerzen. Kälte führt dazu, dass sich Blutgefäße zusammenziehen und die Muskulatur schlechter durchblutet wird. Dadurch sinkt die Elastizität der Muskeln, sie verhärten schneller und reagieren empfindlicher auf Belastung. Gleichzeitig bewegen sich viele im Winter weniger, verbringen mehr Zeit sitzend und nehmen oft unbewusst Schonhaltungen ein. Das verstärkt Verspannungen zusätzlich.

Hinzu kommt, dass trockene Heizungsluft die Schleimhäute belastet, Flüssigkeitsaufnahme oft sinkt und Stress zum Jahresende oder zu Jahresbeginn zunimmt. All diese Faktoren wirken zusammen und können Schmerzen chronifizieren, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird.

Neben Bewegung und Wärmeanwendungen spielen auch pharmazeutische Präparate eine unterstützende Rolle. Lokal wirkende Schmerzgele mit Diclofenac oder Ibuprofen können entzündliche Prozesse reduzieren. Wärmepflaster oder Capsaicin-haltige Produkte fördern die Durchblutung. Magnesiumpräparate werden häufig unterstützend eingesetzt, wenn muskuläre Verspannung im Vordergrund steht. Kurzfristig können systemische Schmerzmittel sinnvoll sein, sollten jedoch immer verantwortungsvoll und möglichst zeitlich begrenzt verwendet werden.

Sehr wichtig bleibt die Prävention: regelmäßige Bewegung, gezieltes Dehnen, ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, ausreichendes Trinken und angemessene Kleidung bei Kälte. Auch kleine Gewohnheiten wie kurze Bewegungspausen oder Wärmeanwendungen nach Belastung zeigen oft deutliche Effekte.

Apotheken können hier individuell beraten, geeignete Präparate auswählen, Risiken abklären und helfen, unnötige Chronifizierung zu vermeiden. Gerade wiederkehrende Beschwerden sollten ernst genommen und bei Bedarf ärztlich abgeklärt werden.