Darf ich Tabletten mit Kaffee, Tee, Saft oder Wasser einnehmen?
Die Einnahme von Medikamenten ist für viele Menschen Routine. Was dabei oft unterschätzt wird: Nicht nur der Wirkstoff, sondern auch das Getränk zur Einnahme beeinflusst, wie ein Medikament wirkt. Die Wahl des falschen Begleitgetränks kann dazu führen, dass Arzneimittel schlechter wirken, Nebenwirkungen zunehmen oder Wirkspiegel unkontrollierbar schwanken.
Mindestens ein volles Glas Wasser unterstützt zudem die Schleimhautverträglichkeit.
Die Folge: Wirkstoffe werden langsamer abgebaut, Blutspiegel steigen unkontrolliert an. Betroffen sind unter anderem:
„Viele Einnahmeprobleme entstehen nicht durch das Medikament selbst, sondern durch das falsche Getränk. Eine kurze Nachfrage verhindert unnötige Risiken.“👉 In unserem Blog erklären wir regelmäßig, welche Getränke problematisch sind, welche Ausnahmen es gibt und worauf bei einzelnen Wirkstoffgruppen zu achten ist.
Wasser – der Goldstandard
Stilles Leitungs- oder Mineralwasser ist in den meisten Fällen das empfohlene Einnahmegetränk. Es ist chemisch neutral, beeinflusst weder den Wirkstoff noch die Aufnahme im Magen-Darm-Trakt und sorgt dafür, dass Tabletten oder Kapseln schnell in den Magen gelangen.Mindestens ein volles Glas Wasser unterstützt zudem die Schleimhautverträglichkeit.
Kaffee und schwarzer Tee
Kaffee und Tee enthalten Koffein bzw. Gerbstoffe (Tannine). Diese können:- die Magenentleerung beschleunigen oder verzögern
- die Aufnahme bestimmter Wirkstoffe vermindern
- die Wirkung von Herz-, Schilddrüsen- oder Schmerzmedikamenten beeinflussen
Fruchtsäfte – besonders Grapefruit
Fruchtsäfte wirken harmlos, können aber erhebliche Wechselwirkungen verursachen. Grapefruitsaft hemmt bestimmte Enzyme (CYP3A4), die für den Abbau vieler Medikamente zuständig sind.Die Folge: Wirkstoffe werden langsamer abgebaut, Blutspiegel steigen unkontrolliert an. Betroffen sind unter anderem:
- Cholesterinsenker (Statine)
- Herzmedikamente
- bestimmte Psychopharmaka
Milch und Milchprodukte
Milch enthält Kalzium, das mit einigen Wirkstoffen schwerlösliche Verbindungen bildet. Besonders betroffen sind:- Antibiotika (z. B. Tetrazykline, Fluorchinolone)
- Osteoporosemedikamente
Die Wirkung kann dadurch deutlich abgeschwächt werden.
Fazit
Die sichere Regel lautet: Medikamente grundsätzlich mit Wasser einnehmen, sofern nichts anderes ausdrücklich empfohlen wird. Bei Unsicherheiten ist die Apotheke die richtige Anlaufstelle.Apothekerin Arlett Düker:„Viele Einnahmeprobleme entstehen nicht durch das Medikament selbst, sondern durch das falsche Getränk. Eine kurze Nachfrage verhindert unnötige Risiken.“👉 In unserem Blog erklären wir regelmäßig, welche Getränke problematisch sind, welche Ausnahmen es gibt und worauf bei einzelnen Wirkstoffgruppen zu achten ist.