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W WIE WASSERSTOFFPEROXID

Kurzdefinition
Wasserstoffperoxid ist eine chemische Verbindung mit stark oxidierenden Eigenschaften. In niedriger Konzentration wird es medizinisch vor allem zur Reinigung und Desinfektion eingesetzt.

Was macht Wasserstoffperoxid im Körper?
Wasserstoffperoxid setzt Sauerstoff frei. Dabei entstehen reaktive Sauerstoffverbindungen, die Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze und bestimmte Viren schädigen können. Gleichzeitig sorgt die Sauerstoffbildung für den typischen „Schaumeffekt“ auf Wunden.

Typische Einsatzgebiete
– Reinigung kleiner Wunden
– Mundspülungen in bestimmten medizinischen Anwendungen
– Desinfektion von Oberflächen oder Materialien
– in niedriger Dosierung teilweise in der Zahnmedizin

Grenzen, Risiken und Irrtümer
Höhere Konzentrationen können Haut und Schleimhäute reizen oder verätzen.
Ein häufiger Irrtum: Starkes „Schäumen“ bedeute automatisch bessere Wirkung. Tatsächlich sagt die Schaumbildung wenig über die Qualität der Wundheilung aus.

Apotheker-Einordnung
Wasserstoffperoxid ist ein klassischer antiseptischer Wirkstoff, wird heute aber gezielter eingesetzt als früher. Moderne Wundversorgung setzt häufig auf schonendere Verfahren, um gesundes Gewebe nicht unnötig zu reizen.