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VITAMIN-C-MANGEL

Kurzdefinition
Vitamin C ist ein wasserlösliches Vitamin, das für zahlreiche Funktionen im Körper benötigt wird. Es spielt unter anderem eine wichtige Rolle für das Immunsystem, die Wundheilung, die Kollagenbildung und den Schutz der Zellen vor oxidativem Stress.

Was passiert bei einem Mangel im Körper?
Fehlt dem Körper über längere Zeit Vitamin C, kann die Bildung von Kollagen beeinträchtigt werden. Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil von Haut, Blutgefäßen, Knochen und Bindegewebe. Dadurch können verschiedene Beschwerden entstehen.

Typische Mangelerscheinungen
– Müdigkeit
– verminderte Leistungsfähigkeit
– erhöhte Infektanfälligkeit
– verzögerte Wundheilung
– Zahnfleischbluten
– trockene Haut
– Gelenkbeschwerden
– erhöhte Neigung zu Blutergüssen

Wer besonders gefährdet ist
– Menschen mit sehr einseitiger Ernährung
– ältere Menschen
– Raucher
– Personen mit chronischem Alkoholkonsum
– Menschen mit bestimmten Darmerkrankungen
– Personen mit erhöhtem Bedarf durch Krankheit oder Stress

Referenzwerte / Richtwerte
Für Erwachsene werden täglich etwa 95 bis 110 mg Vitamin C empfohlen.

Raucher haben aufgrund des erhöhten oxidativen Stresses einen höheren Bedarf.

Ernährung bei Vitamin-C-Mangel
Besonders vitamin-C-reich sind:

– Paprika
– Zitrusfrüchte
– Kiwi
– Erdbeeren
– Brokkoli
– Rosenkohl
– Sanddorn

Da Vitamin C hitzeempfindlich ist, können beim Kochen größere Mengen verloren gehen.

Grenzen, Risiken und Irrtümer
Nicht jede Erkältung oder jeder Infekt ist automatisch auf einen Vitamin-C-Mangel zurückzuführen. Das Immunsystem wird von vielen Faktoren beeinflusst.

Ein häufiger Irrtum:
Vitamin C kann eine Erkältung nicht verhindern oder heilen. Eine ausreichende Versorgung unterstützt jedoch die normale Funktion des Immunsystems.

Sehr hohe Dosierungen bieten nicht automatisch einen zusätzlichen Nutzen und können bei empfindlichen Menschen Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Apotheker-Einordnung
Vitamin C gehört zu den bekanntesten Vitaminen überhaupt. Dadurch wird oft vergessen, dass echte Mangelzustände in Deutschland vergleichsweise selten geworden sind. Dennoch kann eine unausgewogene Ernährung oder ein erhöhter Bedarf zu einer Unterversorgung führen. Entscheidend ist meist nicht die möglichst hohe Dosierung, sondern eine dauerhaft ausreichende Versorgung über die Ernährung.