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EISENMANGEL

Kurzdefinition
Eisenmangel gehört zu den häufigsten Mangelerscheinungen weltweit. Eisen wird vor allem für die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Körper benötigt.

Was passiert bei einem Mangel im Körper?
Fehlt dem Körper Eisen, kann weniger roter Blutfarbstoff gebildet werden. Dadurch wird die Versorgung vieler Organe und Gewebe mit Sauerstoff beeinträchtigt. Der Körper arbeitet gewissermaßen „unter Belastung“.

Typische Mangelerscheinungen
– Müdigkeit
– Konzentrationsprobleme
– Blässe
– Schwindel
– Kurzatmigkeit
– brüchige Nägel
– Haarausfall
– erhöhte Infektanfälligkeit

Wer besonders gefährdet ist
– Frauen mit starker Menstruation
– Schwangere
– Vegetarier und Veganer
– ältere Menschen
– Menschen mit chronischen Darmerkrankungen
– Leistungssportler

Referenzwerte / Richtwerte
Der tägliche Eisenbedarf liegt meist zwischen 10 und 15 mg täglich. Frauen im gebärfähigen Alter haben häufig einen höheren Bedarf.

Laborwerte wie Ferritin oder Hämoglobin helfen bei der genaueren Einordnung eines möglichen Mangels.

Ernährung bei Eisenmangel
Besonders eisenreich sind:
– Fleisch
– Leber
– Hülsenfrüchte
– Haferflocken
– Kürbiskerne
– grünes Gemüse

Vitamin C kann die Eisenaufnahme verbessern. Kaffee oder schwarzer Tee direkt zu den Mahlzeiten können die Aufnahme dagegen verringern.

Grenzen, Risiken und Irrtümer
Nicht jede Müdigkeit ist automatisch Eisenmangel. Auch Schlafprobleme, Stress, Schilddrüsenerkrankungen oder andere Ursachen können ähnliche Beschwerden auslösen.

Ein häufiger Irrtum:
Eisenpräparate sollten nicht wahllos eingenommen werden. Zu viel Eisen kann den Körper ebenfalls belasten und Magen-Darm-Beschwerden verursachen.

Apotheker-Einordnung
Eisenmangel entwickelt sich häufig schleichend und bleibt lange unbemerkt. Gerade anhaltende Müdigkeit oder verminderte Leistungsfähigkeit werden oft zunächst auf Stress oder das Alter geschoben. Wichtig ist jedoch eine sinnvolle Abklärung der Ursache — denn hinter einem Eisenmangel können unterschiedliche Auslöser stecken.