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Medikamente richtig anwenden: Tabletten, Saft oder Zäpfchen?

Medikamente unterscheiden sich nicht nur durch den Wirkstoff, sondern auch durch die Darreichungsform. Diese beeinflusst Resorption, Wirkungseintritt, Verträglichkeit und Anwendungsfreundlichkeit.

Tabletten

Tabletten sind weit verbreitet, leicht zu transportieren und exakt dosierbar. Sie werden über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen. Wirkstofffreisetzung, Wirkstoffstabilität und Verträglichkeit sind gut dokumentiert. Nachteile: Schwierigkeiten beim Schlucken oder langsamer Wirkungseintritt bei Magenproblemen.

Flüssigkeiten / Säfte

Säfte eignen sich vor allem für Kinder, ältere Menschen oder Patienten mit Schluckbeschwerden. Die Wirkstoffaufnahme erfolgt schneller als bei festen Formen, da die Resorption bereits im Mund oder oberen Dünndarm beginnt. Dosierung muss sorgfältig erfolgen, Messhilfen sind empfehlenswert. Geschmack kann ein entscheidender Faktor für Compliance sein.

Zäpfchen

Rektale Darreichungsformen sind sinnvoll, wenn Schlucken unmöglich ist, Erbrechen vorliegt oder bestimmte Wirkstoffe den Magen-Darm-Trakt umgehen sollen. Zäpfchen bieten systemische Wirkung, wirken jedoch langsamer als Injektionen. Die Anwendung ist häufig unangenehm, kann aber unter ärztlicher Anleitung sehr effektiv sein.

Zusammenfassung

Die Wahl der Darreichungsform hängt von Patientenalter, Symptomen, Einnahmemöglichkeiten, Verträglichkeit und Wirkstoffcharakteristik ab. In der Apotheke werden individuelle Faktoren berücksichtigt, um die effektivste, sicherste und bequemste Form zu wählen.

Apothekerin Arlett Düker: „Wir beraten zu allen Darreichungsformen, erklären Dosierung, Wirkungseintritt und mögliche Nebenwirkungen und helfen, Fehler bei der Anwendung zu vermeiden.“

Im Blog finden Sie detaillierte Anleitungen zu Wirkstoffen, Dosierungen und Alternativen, praxisnah und wissenschaftlich fundiert.