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Bluthochdruck – die lautlose Krankheit und ihre Verbindung zu Übergewicht

Bluthochdruck gehört zu den häufigsten chronischen Erkrankungen – und zugleich zu den am meisten unterschätzten. Viele Betroffene fühlen sich lange Zeit gesund. Keine Schmerzen, keine akuten Symptome, keine Warnsignale. Genau deshalb bleibt Bluthochdruck oft jahrelang unentdeckt.

Dabei wirkt ein dauerhaft erhöhter Blutdruck im Hintergrund auf den gesamten Körper. Gefäße werden geschädigt, das Herz muss stärker arbeiten, Organe wie Nieren und Gehirn werden langfristig belastet. Herzinfarkt, Schlaganfall oder Nierenerkrankungen entstehen nicht plötzlich, sondern als Folge jahrelanger Überlastung.

Ein wesentlicher Risikofaktor ist Übergewicht. Zusätzliches Körpergewicht verändert den Stoffwechsel, erhöht Entzündungsprozesse und beeinflusst hormonelle Regelkreise, die den Blutdruck steuern. Oft verstärken sich Übergewicht, Bluthochdruck und Insulinresistenz gegenseitig – ein schleichender Kreislauf.

Besonders problematisch ist, dass viele Betroffene ihren Blutdruck nur selten messen oder einzelne Werte falsch einordnen. Auch die Einnahme von Medikamenten wirft Fragen auf: Wann messen? Wie wirken die Präparate? Welche Wechselwirkungen sind relevant? Was bedeutet es, wenn Werte schwanken?

In der Apotheke zeigt sich, wie groß der Informationsbedarf ist. Eine gute Blutdruckeinstellung besteht nicht nur aus Tabletten, sondern aus mehreren Bausteinen: regelmäßige Kontrolle, Gewichtsmanagement, Bewegung, salzarme Ernährung und ein bewusster Umgang mit Stress.

Bluthochdruck ist gut behandelbar. Entscheidend ist, ihn ernst zu nehmen, bevor er Schaden anrichtet.