Influenza in der aktuellen Grippewelle: Warum die echte Grippe jetzt besondere Aufmerksamkeit erfordert
Deutschland erlebt derzeit erneut eine ausgeprägte Grippewelle. Arztpraxen, Apotheken und Kliniken berichten über stark steigende Fallzahlen. Dabei zeigt sich immer wieder dasselbe Problem: Viele Menschen verwechseln Influenza mit einem grippalen Infekt – mit potenziell schweren Folgen.
Influenza beginnt meist abrupt. Innerhalb kurzer Zeit treten hohes Fieber, Schüttelfrost, starke Kopf- und Gliederschmerzen sowie eine ausgeprägte Erschöpfung auf. Im Gegensatz zu Erkältungen ist der gesamte Organismus betroffen. Selbst einfache Tätigkeiten werden unmöglich, körperliche Belastung verschlechtert den Verlauf deutlich.
Besonders kritisch sind mögliche Komplikationen. Lungenentzündungen, Herzmuskelentzündungen oder eine Verschlechterung bestehender Erkrankungen treten während Grippewellen gehäuft auf. Auch nach Abklingen der akuten Symptome bleibt die Belastbarkeit oft über Wochen eingeschränkt.
Ein häufiger Fehler ist der unstrukturierte Einsatz von Schmerz- und Fiebermitteln. Diese können Symptome lindern, ersetzen jedoch keine Schonung. Bei Vorerkrankungen, regelmäßiger Medikamenteneinnahme oder anhaltend hohem Fieber ist ärztliche Abklärung notwendig.
In der Apotheke zeigt sich aktuell ein enormer Beratungsbedarf: Wann reicht Selbstmedikation aus? Wann wird es gefährlich? Welche Wirkstoffe sind geeignet? Eine fundierte Einordnung hilft, Risiken zu senken und den Heilungsverlauf sinnvoll zu unterstützen.
Influenza ist gerade in Grippewellen ein ernstes Gesundheitsrisiko – für Einzelne und für das Gesundheitssystem insgesamt.