F WIE FINASTERID
Kurzdefinition
Finasterid ist ein Wirkstoff, der in den Hormonstoffwechsel eingreift. Er wird vor allem bei erblich bedingtem Haarausfall und einer gutartigen Vergrößerung der Prostata eingesetzt.
Was macht Finasterid im Körper?
Finasterid hemmt das Enzym 5-Alpha-Reduktase. Dadurch wird weniger Dihydrotestosteron (DHT) gebildet – ein Hormon, das sowohl beim männlichen Haarausfall als auch beim Wachstum der Prostata eine wichtige Rolle spielt.
Typische Einsatzgebiete
– erblich bedingter Haarausfall beim Mann
– gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie)
Grenzen, Risiken und Irrtümer
Die Wirkung tritt meist erst nach mehreren Monaten ein.
Mögliche Nebenwirkungen betreffen vor allem die Sexualfunktion, etwa Libidoverlust oder Erektionsstörungen.
Ein häufiger Irrtum: Finasterid könne verlorene Haare innerhalb weniger Wochen zurückbringen. Tatsächlich erfordert die Therapie Geduld und wirkt nicht bei jeder Form des Haarausfalls.
Apotheker-Einordnung
Finasterid ist einer der bekanntesten Wirkstoffe gegen erblich bedingten Haarausfall. Vor Beginn der Behandlung sollte jedoch klar sein, welche Erwartungen realistisch sind und welche Risiken bestehen.