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A WIE ALLOPURINOL

Kurzdefinition
Allopurinol ist ein Wirkstoff zur Senkung des Harnsäurespiegels. Er wird vor allem zur Behandlung und Vorbeugung von Gicht eingesetzt.

Was macht Allopurinol im Körper?
Allopurinol hemmt das Enzym Xanthinoxidase. Dadurch wird im Körper weniger Harnsäure gebildet. Sinkt der Harnsäurespiegel dauerhaft, können sich weniger Harnsäurekristalle in Gelenken und Gewebe ablagern.

Typische Einsatzgebiete
– Gicht
– erhöhte Harnsäurewerte
– Vorbeugung von Harnsäure-Nierensteinen
– bestimmte Stoffwechsel- oder Tumorerkrankungen mit erhöhtem Harnsäureanfall

Grenzen, Risiken und Irrtümer
Allopurinol wirkt nicht sofort gegen akute Schmerzen eines Gichtanfalls.
Ein häufiger Irrtum: Das Medikament werde nur während eines Anfalls benötigt. Tatsächlich ist die regelmäßige Langzeittherapie entscheidend, um neue Anfälle zu verhindern.

Zu Beginn der Behandlung kann es paradoxerweise sogar häufiger zu Gichtanfällen kommen, da sich bestehende Ablagerungen lösen.

Apotheker-Einordnung
Allopurinol ist ein klassischer Langzeitwirkstoff. Der Erfolg hängt stark von konsequenter Einnahme, ausreichender Flüssigkeitszufuhr und einer sinnvollen Ernährung ab. Eigenmächtiges Absetzen führt häufig zu neuen Beschwerden.