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A WIE ACETYLSALICYLSÄURE (ASS)

Kurzdefinition
Acetylsalicylsäure (ASS) ist eine synthetisch hergestellte Substanz aus der Gruppe der Salicylate. Sie zählt zu den ältesten und am besten untersuchten Wirkstoffen der Medizin.

Was macht Acetylsalicylsäure im Körper?
ASS hemmt das Enzym Cyclooxygenase (COX) und reduziert dadurch die Bildung von Prostaglandinen. Diese Botenstoffe sind unter anderem an Schmerzempfinden, Entzündungsreaktionen und Fieber beteiligt. Zusätzlich hemmt ASS – bereits in niedriger Dosierung – die Thrombozytenaggregation, also das Verklumpen von Blutplättchen.

Typische Einsatzgebiete
– leichte bis mäßige Schmerzen
– Fieber
– entzündliche Beschwerden
– in niedriger Dosierung zur Hemmung der Blutgerinnung (z. B. kardiovaskuläre Prävention)

Grenzen, Risiken und Irrtümer
ASS reizt die Magenschleimhaut und kann Magen-Darm-Blutungen begünstigen.
Bei Kindern und Jugendlichen besteht im Zusammenhang mit Virusinfektionen das Risiko des Reye-Syndroms – deshalb ist ASS hier kontraindiziert.
Ein häufiger Irrtum: ASS ist kein „harmloses Alltagsmittel“, nur weil es lange bekannt ist.

Apotheker-Einordnung
Acetylsalicylsäure ist ein wirkungsvoller, gut erforschter Wirkstoff – aber kein Universalmedikament. Besonders bei Magenproblemen, gleichzeitiger Blutverdünnung oder vor Operationen sollte die Einnahme kritisch hinterfragt werden.